Ein Klassiker der Winterküche: Sauerbraten von der Rehkeule
Liebe Gäste,
Habt ihr schon Ideen, was ihr an den Weihnachtsfeiertagen kochen werdet? Die Suche nach Rezeptideen für Weihnachten, die die ganze Familie glücklich machen, ist jedes Jahr aufs Neue ein kleines Abenteuer. Zwischen festlichen Klassikern, gemütlichen Winteraromen und dem Wunsch nach etwas Besonderem landen viele schließlich bei Gerichten, die herzhaft, bodenständig und trotzdem feierlich sind.
Und genau hierfür habe ich ein passendes Rezept für euch, das ich euch heute vorstelle: Ein herzhafter Sauerbraten von der Rehkeule mit Serviettenknödel. Wenn der Duft von Rotwein, Gewürzen und langsam geschmortem Fleisch durchs Haus zieht und sich alle um den gedeckten Tisch versammeln, beginnt der wahre Zauber der Feiertage.
Was ihr dafür benötigt:
Für den Braten :
- 1 kg Rehkeule (küchenfertig)
- 2 Zwiebeln
- 2 Lorbeerblätter
- 1 Gewürznelke (angedrückt)
- 1 Teelöffel Wacholder
- 1 Teelöffel Pimentkörner
- 1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
- 1 Ltr. Kräftiger Rotwein
- 125 ml Weinessig
- 1-2 Karotten
- 1 Teel. Mehlbutter (weiche Butter Und Mehl zu gleichen Teilen gemischt) Salz, Pfeffer Butterschmalz
Für die Serviettenknödel:
- 1/2 Kastenweißbrot
- 1/4 Liter Milch
- 1 Zwiebel, fein geschnitten
- 25 Gramm Bauchspeck, fein gewürfelt
- 2-3 Eier (von glücklichen Hühnern)
- 2 Esslöffel Petersilie, fein gehackt
- Salz, Pfeffer
- Muskatnuss
- Butter
- Hitzebeständige Frischhaltefolie
Und so geht's:
Die Marinade: Das Herzstück des Aromas:
1. Die Rehkeule waschen und trocken tupfen und in eine große Glas- oder Porzellanschüssel legen.
2. Eine Zwiebel in feine Ringe schneiden und gemeinsam mit Lorbeer, Nelke, Wacholder, Piment und Pfeffer zugeben.
3. Rotwein und Weinessig angießen, abdecken und 2–3 Tage marinieren – so wird das Fleisch besonders zart und aromatisch.
Braten schmoren:
1. Die zweite Zwiebel und die Karotten grob würfeln.
2. Das Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtupfen und salzen sowie pfeffern.
3. In heißem Butterschmalz kräftig anbraten, Zwiebel und Karotten dazugeben.
4. Mit etwas Marinade ablöschen, aber nicht alles auf einmal zugeben.
5. Die Rehkeule nun etwa 2 Stunden sanft schmoren, immer wieder mit etwas Marinade angießen. Der Fond sollte nur 1–2 cm hoch stehen.
6. Der Braten ist fertig, wenn sich eine Fleischgabel leicht hineinstechen und ohne Widerstand wieder herausziehen lässt.
7. Sauce passieren und mit etwas Mehlbutter binden, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Serviettenknödel: Der perfekte Begleiter
1. Das Weißbrot entrinden und in Würfel schneiden.
2. Milch aufkochen und über die Würfel gießen, ziehen lassen.
3. In einer Pfanne Zwiebel und Speck in Butter anschwitzen.
4. Eier verquirlen und mit Speck, Zwiebeln und Petersilie unter die Brotmasse heben.
5. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
6. Die Masse auf Klarsichtfolie geben, zu einer festen Rolle formen, Enden eindrehen, alles in Alufolie wickeln.
7. 40 Minuten im siedenden Wasser garen, auspacken und in Scheiben schneiden.
8. Vor dem Servieren mit brauner Butter beträufeln.
Dieses Gericht verlangt ein wenig Zeit und Muße, aber gerade im Winter, wenn man es sich drinnen gemütlich macht, lohnt sich jeder einzelne Schritt. Die feine Wildnote der Rehkeule, die würzige Marinade aus Rotwein, Gewürzen und Essig und die samtige Sauce ergeben zusammen ein Aromenspiel, das kaum saisonaler sein könnte. Gemeinsam mit den buttrig-fluffigen Serviettenknödeln entsteht ein Gericht, das nach Winter, nach Heimat und nach Gemütlichkeit schmeckt. Ein Klassiker, der Zeit und Liebe braucht, dafür aber mit einem aromatischen Festmahl belohnt, das die kalte Jahreszeit ein kleines bisschen heller macht.
Guten Appetit und einen genussvollen Winter!
Eure Familie Sichler

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